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Auszeichnung für Neugestaltung des Hamburger Jungfernstiegs

Förderprojekt der Stiftung „Lebendige Stadt“ gewinnt BDA-Architekturpreis

Der Bund Deutscher Architekten (BDA) Hamburg hat am Donnerstag die von der Stiftung „Lebendige Stadt“ initiierte und finanziell unterstützte Neugestaltung des Hamburger Jungfernstiegs mit dem Architekturpreis 2008 ausgezeichnet. Die Pläne für den Umbau entwarfen der Hamburger Architekt André Poitiers und die Landschaftsarchitekten WES & Partner. Durch die Umgestaltung sei die einzigartige Lage des Jungfernstiegs an der Alster beispielhaft herausgearbeitet worden, so die Jury in ihrer Begründung. Der neugestaltete Jungfernstieg war im Mai 2006 nach 21 Monaten Bauzeit mit einem großen Bürgerfest eröffnet worden. Zahlreiche Kultur- und Kunstveranstaltungen am Wasser haben den Flanierboulevard seitdem wieder zu einem kulturellen Mittelpunkt der Hansestadt werden lassen.

 

„Der neue Jungfernstieg ist ein herausragendes Beispiel für die gelungene Partner­schaft zwischen privaten und staatlichen Initiativen und kann auch für andere Kommunen mit ähnlichen Projekten Vorbild sein“, so Dr. Andreas Mattner, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Lebendige Stadt“. Insgesamt kostete die Neugestaltung des Jungfernstiegs 16 Millionen Euro, von denen rund 7,5 Millionen aus Spenden kamen, die der Förderverein „Lebendiger Jungfernstieg e.V.“ gesammelt hatte. Al­lein Versandhausgründer Werner Otto spendete fünf Millionen Euro für das Projekt.

 

Nach den Plänen der Architekturbüros Poitiers und WES & Partner wurde der Alsteranleger am Jungfernstieg auf der gesamten Breite zu einer großzügigen Treppenanlage mit 63 verstellbaren Sitzbänken umgebaut. Diese Anlage gleicht einer Freilufttri­büne und führt unmittelbar bis ans Wasser. Vor der Treppe entstand ein Boulevard mit einer dreiachsigen Silberlindenallee. So konnte die städtebauliche Verbindung zwischen Stadt und Wasser wieder hergestellt werden. Weitere Umbauten waren unter anderem neue U-Bahnaufgänge, ein deutlich vergrößerter Fußgängerbereich vor den Häuserfas­saden, eine dezente künstlerische Beleuchtung und der Neubau eines modernen gläsernen Pavillons.

 

Stiftung „Lebendige Stadt“:

 

Förderung der europäischen Stadtkultur

In der gemeinnützigen Stif­tung „Lebendige Stadt“ arbeiten seit dem Jahr 2000 Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Medien zusammen, um gemeinsam die kulturelle Vielfalt und Lebendigkeit der europäi­schen Städte nachhaltig zu fördern. Bisher hat die „Lebendige Stadt“ ein Fördervo­lumen von über 18 Millio­nen Euro für Stadtkultur in Europa be­wegt – so etwa für die künstleri­sche Illumination der Hamburger Speicher­stadt, für die Effektbeleuch­tung der Hochöfen im saarländischen Neunkir­chen und für die künstlerische Neugestaltung des Nikolaikirchhofs in Leipzig. Ein aktuelles Förderprojekt der Stiftung ist unter anderem die Gestaltung des neuen Krupp-Parks in Essen. Einmal im Jahr veranstaltet die „Lebendige Stadt“ ein Symposium – die diesjährige Konferenz fand im September in Dresden statt und stand unter dem Leitthema „Die Ressourcen der Stadt: Was können Städte für den Klimaschutz tun?“. Außerdem verleiht die „Lebendige Stadt“ jährlich den mit 15.000 Euro dotierten Stif­tungspreis. Das Thema des diesjährigen Preis-Wettbewerbs lautete: „Europas schönster Wochenmarkt“. Der Preis wird am 27. November in Dortmund verliehen. Weitere Infor­mationen zur Stiftung gibt es im Internet un­ter http://www.lebendige-stadt.de/.

Quelle: Stiftung Lebendige Stadt   21.11.2008


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