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Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Lütke Daldrup: Architekturbiennale ist ein wichtiger Baustein in der Diskussion um die Zukunft unserer Städte

"Eine wesentliche Stärke deutscher Baukultur liegt darin, dass wir die
Stadt ins Zentrum unserer Überlegungen und Planungen stellen.
Baukultur umfasst alle Belange des Bauens. Die Qualität
zeitgenössischer Architektur bestimmt sich neben den ästhetischen
Aspekten an ihrem Beitrag zu einer nachhaltigen sozialen, kulturellen
und ökonomischen Entwicklung der Städte. Wir müssen die Städte als
Orte von Wachstum, Innovation und sozialem Zusammenhalt stärken. Dafür
ist die Nutzung des vorhandenen Stadtkörpers und die qualitätsvolle
Weiterentwicklung ein wichtiger Ansatz. Innenentwicklung,
Transformation und Neunutzung sind Stichworte, mit denen die
europäische Stadt ein erfolgreiches Zukunftsmodell bleibt", sagte Dr.
Engelbert Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesbauministerium, heute
auf der Auftaktveranstaltung des diesjährigen Rahmenprogramms zum
deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale in Venedig.

Die vom Bund Deutscher Architekten BDA veranstaltete Podiumsdiskussion
war die erste einer Reihe von Veranstaltungen, die auf dem dafür
ausgebauten Dach des deutschen Pavillons als Rahmenprogramm zum
deutschen Beitrag stattfinden. Unter der Überschrift "Versuch und
Irrtum - Konzepte für die Wiederbelebung der Stadt" diskutierten
namhafte Architekten und Stadtplaner aus Deutschland, England und
Spanien Konzepte und Modelle zukünftiger Stadtentwicklung. Auf dem
Posium sassen Almut Ernst, die Generalkommissarin des deutschen
Biennalebeitrags 2006, der Architekt Christoph Kohl aus dem Büro Rob
Krier/Christoph Kohl (beide Berlin), der Architekturkritiker Deyan
Sudjic aus London, und der Chefplaner von Barcelona, Professor Joseph
Acebillo. 

"Baukultur ist abhängig von den Lebensvorstellungen der künftigen
Gesellschaft. Nach welchen Ideen und Konzepten wir unsere Städte
weiter entwickeln, betrifft aber nicht nur unser räumliches
Lebensumfeld, sondern hat Konsequenzen für unsere sozialen,
wirtschaftlichen und ökologischen Lebensbedingungen. Die europäische
Stadt erlebt ein Revival.   Stadt lebt immer auch vom Unfertigen und
Unzulänglichen, sie braucht jedoch auch urbanistische Kontinuität.
Dazu muss müssen wir an Tradition, Gewachsenheit und Herkunft
anknüpfen. Innenentwicklung, Verdichtung und Neunutzung sind die
Stichworte, mit denen die europäische Stadt ein erfolgreiches
Zukunftsmodell bleibt. Dabei geht es nicht um Fortschreibung des
Gewohnten. Bauen im Bestand heißt Auseinandersetzung,
Neuinterpretation, den vorhandenen Stadtraum nutzen, um am Bestehenden
Neues herauszuarbeiten und ihm Gestalt zu geben. Die Chancen der Stadt
liegen in der intellektuellen und praktischen Vernetzung mit anderen
Funktionssystemen unserer Gesellschaft und der Bereitschaft der
Bewohner und Akteure, Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen ", so
Lütke Daldrup.

Das Rahmenprogramm zum deutschen Beitrag auf der Architekturbiennale
setzt sich am 13. Oktober mit hochrangig besetzten Veranstaltungen der
Grünmetropole Aachen ("Grünmetropole - ein Gegenmodell") und einer
eigenen Podiumsdiskussion des BMVBS ("Herausforderung Stadt -
Perspektiven aus Deutschland") fort.

Die Architekturbiennale ist noch bis zum 19. November geöffnet.

Quelle:   Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung   11.09.2006


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