Zehlendorfer Welle
Baubeginn für Wellnessbad in Berlin-Zehlendorf
Mit dem Abriss des wegen Baumängeln geschlossenen Stadtbads in Berlin-Zehlendorf ist bereits begonnen worden. Die Bezirksverordnetenversammlung hat am 21. Juli 2006 beschlossen, dass mit den Neubauarbeiten eines Schwimmbads und Wellnesszentrums auf dem Grundstück an der Clayallee noch in diesem Jahr begonnen werden soll.
Entwurf und Pläne stammen von der Berliner Niederlassung KSP Engel und Zimmermann.
Das 3-4 geschossige Gebäudeensemble wird von einer charakteristischen Deckenlinie bestimmt, die eine Welle beschreibt und den Leitgedanken des Ensembles transportiert. Das Dachgeschoß erhält ein auskragendes Flugdach, welches die Wellenbewegung dynamisch weiterführt.
Das sich über die gesamte Gebäudetiefe erstreckende Freizeitbad mit Tonnendach stellt eine optische Verbindung von der Clayallee zum Garten her und signalisiert durch die Sprossenteilung der Verglasung als Erkennungszeichen des Meridian Spa eine aufgehende Sonne. In die wellenartige Faltung des Daches werden begrünte Innenhofbereiche eingeschnitten, die einen großzügigen Einfall von Tageslicht ermöglichen. Die weiteren Funktionsbereiche Therme, Gesundheitszentrum, Wohnen und Einzelhandel sind baukörperlich klar ablesbar ausformuliert.
Die öffentlichen Zugänge erfolgen von der Clayallee. Freizeitbad und Meridian Spa erhalten Ihren Eingang im Mittelpunkt des Bogens bzw. im Zentrum der Sonne, das Gesundheitszentrum wird über eine großzügige Lobby an der Südecke des Gebäudes erschlossen. Die PKW-Zufahrt zur 2-geschossigen Tiefgarage und die LKW-Anlieferung werden entlang der südlichen Grundstücksgrenze angelegt.
Die Schwimmbad- und Thermenbereiche orientieren sich zum räumlich ausformulierten Grünraum hin, der sowohl vom Erdgeschoß als auch vom 1. Obergeschoß direkt zugänglich ist. Rund um den Außenpool erstreckt sich eine großzügige Liegewiese, in die ein geometrisch gestalteter japanischer Garten als Insel der absoluten Ruhe und Entspannung eingebettet wird. Daneben wird ein Teich-Biotop mit ortstypischer Vegetation angelegt. Die vorhandenen Bäume und Gehölze werden erhalten und in den Grundstücksrandbereichen verdichtet, um eine größtmögliche Privatheit innerhalb der städtischen Baustruktur zu erzeugen. Entlang der nördlichen Grundstücksgrenze wird die attraktive Gartengestaltung bis an die Clayallee geführt. Die wertvolle Eiche im Bereich der nordwestlichen Grundstücksecke wird erhalten.
Die integrierten Innenhöfe werden mittels Begrünung attraktiv gestaltet. Das Niederschlagswasser aller sonstigen Dachflächen wird zur Regenwasserversickerung auf dem Grundstück herangezogen. Durch die kompakte Bauform und o.g. Zusatzmaßnahmen ergibt sich für das Vorhaben ein geplanter Biotopflächenfaktor von ca. 0,55.
Bei der Schwimmbadtechnik (Wasseraufbereitung, Lüftung) werden Wärmerückgewinnungseinrichtungen vorgesehen, so dass hier ein vorbildliches Energiekonzept umgesetzt werden kann.
Die Rohkonstruktion wird größtenteils in Stahlbetonskelettbauweise erstellt, wobei die dominanten Hallen und Dächer als Holzverbundträgerkonstruktionen konzipiert sind. Die Glasfassaden werden teilweise rahmenlos oder als schlanke Holzrahmenkonstruktionen ausgeführt. Als Sonnenschutz dienen großzügige Holzlamellen.
Ausgehend vom ganzheitlichen Konzept des Meridian Spa ergibt sich ein auf natürlichen Rohstoffen beruhendes Materialkonzept für innen und außen, bei dem naturbelassenes Holz, Terracotta, Sandstein und Textilien in warmen Naturtönen den Eindruck bestimmen.
Quelle: KSP Engel und Zimmermann 26.06.2006
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