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Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Tiefensee: Gute Aussichten für die deutsche Bauwirtschaft / Public Private Partnership-Anteil soll auf 15 % steigen

"Ich sehe gute Chancen für die deutsche Bauwirtschaft. Die Unternehmen
haben sich auf die Herausforderungen neuer Märkte und die deutliche
Zunahme des internationalen Wettbewerbs gut eingestellt", sagte
Bundesbau- und Verkehrsminister Tiefensee heute beim Kongress
"Mobilität und Stadtumbau" der Deutschen Bauindustrie in Berlin.

Tiefensee forderte die Branche auf, sich weiter aktiv auf
Marktentwicklungen einzulassen. "Sie dürfen den Vorteil nicht aus der
Hand geben, zu agieren anstatt zu reagieren. Wir können in Deutschland
den internationalen Wettbewerb nicht umgehen. Wir unterstützen die
Bauwirtschaft, indem wir die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen
weiter verbessern, und indem wir die Investitionen auf hohem Niveau
halten. Wir müssen die Chancen neuer Märkte nutzen", sagte der
Minister.

Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze seien für die Funktionsfähigkeit
und den sozialen Zusammenhalt unseres Gemeinwesens zentral. Dem
Mobilitätssektor und der Stadtentwicklung kämen dabei eine
Schlüsselfunktion zu.

"Mit jährlich rund 11 Milliarden Euro verfügen wir über den größten
Investitionshaushalt des Bundes. Wir wollen den Anteil von Public
Private Partnership bei öffentlichen Investitionen von 4 % auf 15 %
ausbauen. Und wir sind kurz vor dem Ziel, die Verkürzung von
Planungszeiten mit dem Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz in
Gesetzesform zu bringen. Das sind ganz wesentliche Bausteine für eine
weitere Verbesserung des Investitionsklimas in Deutschland", sagte
Tiefensee.

Insbesondere die Programme Soziale Stadt sowie Stadtumbau Ost und West
würden Städten dabei helfen, sich erfolgreich den Herausforderungen
von Strukturwandel, Arbeitslosigkeit, Wohnungsleerstand und
Zuwanderung zu stellen. Tiefensee kündigte an, dass die in der
mittelfristigen Finanzplanung vorgesehenen Mittel für die drei
Programme erhöht würden.

"Städtebau schafft Arbeitsplätze. In erster Line profitieren die
örtliche und regionale Bauwirtschaft. Dazu trägt auch die energetische
Gebäudesanierung entscheidend bei. Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm
ist schon jetzt ein voller Erfolg. Das Vorjahresergebnis an
Darlehenszusagen wurde bereits im April um das Doppelte übertroffen.

"Die Bauwirtschaft hat einen langen Leidensweg hinter sich. Ich bin
aber zuversichtlich, dass sie am Ende vom Wettbewerb profitiert.
Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Tätigkeitsfeldern und
internationale Orientierung zeigen, dass die Branche die Beweglichkeit
und Leistungsfähigkeit hat, sich gegen die internationale Konkurrenz
durchzusetzen. Die Bauwirtschaft hat sich neu aufgestellt. Ich bin
sicher, dass sich das auszahlt", sagte Tiefensee.  

Quelle:   Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung   01.06.2006


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