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Regierungsdelegation aus der Ukraine und Georgien zu Besuch in Berlin

Braune: Energieeffizienz von Gebäuden ist internationales Thema für den Klimaschutz und Chance für die deutsche Bauwirtschaft

"Eine nachhaltige Klimaentwicklung ist untrennbar mit der
Bauwirtschaft verbunden. 46% der von Privathaushalten verursachten
CO2-Emissionen sind auf Heizung und Warmwasserbereitung
zurückzuführen. Das Bauwesen hat eines der größten
Entwicklungspotentiale für nachhaltiges Wirtschaften und den
Klimaschutz". Das sagte der Staatssekretär im Bundesbauministerium,
Tilo Braune, beim Besuch einer Regierungsdelegation aus der Ukraine
und Georgien in Berlin.

An dem Treffen nahmen der stellvertretende Energieminister Georgiens,
Artschil Mamatelaschwili, Vertreter der Energiewirtschaft sowie des
ukrainischen Energieministeriums und des Parlaments teil. Das Gespräch
diente einem Austausch zur Verbesserung der Energieeffizienz im
Gebäudebereich. Braune verwies auf die guten Erfahrungen in
Deutschland, wo dank der Zusammenarbeit der maßgeblichen Akteure
schnell und kostengünstig Einsparpotentiale realisiert werden konnten.
Auch die Energiewirtschaft hat großes Interesse, sich in diesem
Bereich zu engagieren. Deutsches Know How in der Energie- und
Kraftwerkstechnik und insbesondere in der Brennstoffzellentechnologie
ist weltweit Spitze. "Im Energiebereich setzt die deutsche Kompetenz
internationale Standards und eröffnet daher hervorragende
Geschäftschancen. Und in der Plattenbausanierung sind ostdeutsche
Firmen führend. Nun geht es darum, dass die Unternehmen ihren
Wissensvorsprung auch in anderen Ländern einbringen", so Braune nach
dem Treffen mit den Vertretern beider Staaten. Die guten Kontakte auf
Regierungs- und Verwaltungsebene würden den Unternehmen helfen, sich
in den Ländern gut in Stellung zu bringen.  

Die Bundesregierung leistet seit 1992 erfolgreich Beratungshilfe für
die Staaten Mittel-, Ost- und Südosteuropas, insbesondere auch in der
Ukraine und Georgien. Dabei geht es im Wesentlichen um den Erhalt und
die Modernisierung des Gebäudebestandes, den Know-how-Transfer zur
energetischen Ertüchtigung der Bausubstanz und die Stärkung der
Wirtschaftsbeziehungen mit Deutschland.

"Einer der Hauptgründe für die ineffektive Energienutzung sind
veraltete Infrastrukturen. Die Staaten haben dies erkannt und sind
dabei, die notwendigen Instrumente für nachhaltige Baupolitik zu
schärfen. Das energiesparende Bauen ist hier geradezu ein Trendsetter.
Es zeigt zum einen, dass das Bauwesen fähig ist, auf globale Probleme
zu reagieren und zum anderen, dass die Baubranche eine enorme
Innovationsfähigkeit besitzt", sagte Braune.

Quelle:   Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen   7.11.2005


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