"Ökologische Eigenheimzulage" gefordert
Bundesinitiative "jetzt!" sieht in Neuorientierung der Eigenheimzulage große Chancen für Klimaschutz und Arbeitsmarkt
"Die Umwelt schützen, Wohneigentum fördern und gleichzeitig den Arbeitsmarkt stabilisieren", das sollen nach Forderung von Günther Volz, Vorstand der Bundesinitiative "jetzt!", die neuen Ziele der Eigenheimzulage werden. Die Initiative spricht sich damit entschieden gegen die Abschaffung der staatlichen Förderung aus. Volz fordert vielmehr, die Gebäudesanierung unter energetischen Aspekten voranzutreiben. "Ziel kann nur eine ökologisch ausgerichtete Eigenheimzulage sein, das bedeutet, die staatliche Förderung als Steuerinstrument im Dienste des Klimaschutzes einzusetzen", so der Vorsitzende von "jetzt!". CO2-Reduktion müsse im Hinblick auf die weltweiten Klimaveränderungen auch im Gebäudebestand Priorität genießen.
Die Wohnbauförderung solle proportional zur Energieeinsparung nach der Modernisierung eines erworbenen Hauses vergeben werden. Die Einführung des europäischen Energiepasses im Jahr 2006 gibt bereits die politische Stoßrichtung vor. Das Zertifikat legt die Energieeffizienz von Immobilien offen. "Dann wird ein hoher Energieverbrauch automatisch zu Wertverlusten oder schlechter Vermietbarkeit eines Hauses führen", so Volz. Unter diesem Gesichtspunkt dürfe die Förderung energetischen Sanierens nicht verschlafen werden, da es hier für viele Hauseigentümer um die private Altersvorsorge geht. Davon profitieren nicht nur Umwelt und Hausbesitzer: Durch eine ökologische Eigenheimzulage ließen sich auch Zehntausende Arbeitsplätze in Handwerk, Bauwirtschaft und Technik schaffen und sichern. Die Entscheidung über die zukünftige Form der Eigenheimzulage fällt Mitte Februar im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat.
11.01.2005
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